Habe gerade zufällig entdeckt, dass mein zuletzt gelesenes Buch, “Das Leben ist zu kurz für später,“ von Alexandra Reinwarth zum Motto passt. 
Es ist das erste (und vermutlich letzte Buch von ihr, das ich lese, und es scheint im Moment sehr in zu sein.
Wie auch immer, ich persönlich war enttäuscht. Nicht verkehrt finde ich die Idee, mehr darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist im Leben - es ging aber eher darum, was einem selbst individuell wichtig ist (als dies sein könnte: neue Brüste, eine Zweitwohnung, den Job zu kündigen, jemandem endlich mal die Meinung zu sagen...), und das nicht, weil es vielleicht Beziehungen retten könnte (nein, ich dachte jetzt nicht an die Brüste, sondern dass man sich mal ausspricht... oder man jemandem die Augen öffnet oder ähnlich, sondern weil es gut für einen selbst sei. Kompromisse? Pustekuchen!
Und nein, wenn ich erfahren würde, ich würde in einem Jahr sterben, wäre mein Leben nicht nur noch Party, Freude, Eierkuchen...
Für mich könnte das Buch genau so gut heißen “Trau Dich, ein Egoist zu sein“ - aber das hört sich natürlich marketingmäßig nicht so toll an wie “Sei achtsam,“ “gönn es Dir“', “Sei gut zu Dir selbst“ oder eben der Buchtitel/-untertitel.
Außerdem war mir die Sprache zu derb. Ich weiß nicht, wie oft darin die Wörter “sch....“ und “am A... “ vorkamen. Aber es scheint der Autorin wohl persönlich wichtig zu sein, ihren Lesern diese Worte um die Ohren zu knallen. 
(Post editiert am 17.01.2020 - 00:36) |